KAI-Zahnputzsystematik

Die Zahnputzsystematik
 “KAI"

Die Zahnputzsystematik mit dem
Namen „KAI" ist eine kindgerechte
Zahnpflegesystematik.

Die KAI  Systematik ist nicht nur Zahnputztechnik, sondern eben auch Systematik. Den Weg, den die Zahnbürste im Mund gehen soll, können sich die Kindergartenkinder schon merken und mit der Bürste mitgehen, wenn auch die Technik noch fehlt. Die meisten Kinder wurden in ihren Kindergärten schon mit der KAI  -Putztechnik vertraut gemacht.

Die KAI  Systematik lässt sich bei Schulkindern fließend in die BASS  Technik überführen: Kreise werden kleiner und beschränken sich auf nur eine Zahnreihe. Die nötige Feinmotorik entwickelt sich im Schulalter und wird durch das Schreiben lernen trainiert.  ...mehr über BASS

Vorbereitung:

Auf die trockene Zahnbürste wird ein etwa 1 cm langer Strang aus der Zahnpastatube gegeben. Es ist nicht nötig, die Zahnbürste vorher oder zusammen mit der Zahnpasta unter fließendes Wasser zu halten. Der Effekt wäre lediglich, dass das Putzmittel aufweicht und von der Bürste läuft, bevor es seinen Zweck erfüllen kann.


 

Reinigung:

Zuerst werden die Kauflächen mit der Zahnbürste gereinigt. Die Kinder führen Bewegungen aus dem Ellenbogengelenk  heraus aus. Die Borsten stehen senkrecht auf der Zahnreihe und es wird herzhaft drauflosgeschruppt. Auch hier sollte schon auf eine systematische Reihenfolge geachtet werden: z.B.: rechts oben – links oben – rechts unten – links unten. Dauer jeweils ca. 15 Sekunden. Die Frontzähne werden bei diesem Schritt  ausgelassen.

Als nächstes werden die Außenflächen der Zähne gereinigt. Hierfür wird die Zahnbürste in kleinen Kreisen auf den Außenflächen der Zähne geführt. Die Bewegungen erfolgen aus den Fingern oder dem Handgelenk. Um das Zahnfleisch nicht zu verletzen, ist hier unbedingt darauf zu achten, dass der Druck nicht zu groß ist. Die Kraft, die einem Gewicht von 200 Gramm entspricht, sollte nicht überschritten werden, um eine Aktivierung von knochenabbauenden Zellen zu vermeiden. Wenn sich - durch übermäßigen Druck - der zwischen Zahnwurzel und Schleimhaut liegende Knochen  abbaut, wird sich kurz danach das Zahnfleisch vom Zahn zurückziehen und die Zahnwurzeln frei legen. Ein Gefühl für den Druck, der mit der Zahnbürste aufgebracht wird, lässt sich an einer Küchenwaage oder Briefwaage ausprobieren.

Die kleineren Kinder beißen auf die Zähne und putzen so die obere und untere Zahnreihe gleichzeitig. Größere Kinder putzen die Zahnreihen einzeln mit kleinen kreisenden Bewegungen. Am günstigsten ist es, wenn jeder Zahn bewusst einzeln wahrgenommen und geputzt wird. Zum Beispiel indem jeder Zahn mit fünf einzelnen Kreisbewegungen abgewischt wird. Auch hier ist auf eine systematische Reihenfolge zu achten: Rechts oben – vorne oben – oben links – unten rechts – unten vorne – unten links. Dauer jeweils ca. 15 Sekunden.

Das Reinigen der Innenflächen erfolgt mit Auswischbewegungen (kleinen Kreisen) aus dem Handgelenk.

Wieder sollten systematisch alle Gebissbereiche nacheinander gesäubert werden. Z.B.: rechts oben – vorne oben – links oben – rechts unten – vorne unten – links unten. Dauer ebenfalls jeweils 15 Sekunden.

Auch hier ist es günstig, das jeder Zahn einzeln wahrgenommen und auch einzeln abgewischt wird. Die Gefahr von Zahnfleischverletzungen ist hier erfahrungsgemäß nicht ganz so groß wie an den Außenflächen.

 

Kontrolle:

Zur Kontrolle geht die Zunge noch einmal über alle Zahnflächen und fühlt, ob die Beläge (Zahnpelz) weg sind. Die Zunge eignet sich besser als die Sichtkontrolle, da ihr Spürsinn so fein ist, wie es einer etwa siebenfach vergrößernden Lupe entsprechen würde. Wenn richtig geputzt wurde, fühlen sich die Zähne jetzt an wie Perlen.

Der Mund wird  anschließend gut ausgespült und die Zahnbürste unter fließendem Wasser gereinigt und umgekehrt auf dem Waschbeckenrand leicht ausgeklopft, um Reste der Zahnpasta aus den Borsten zu entfernen. Anschließend wird die Bürste zum Trocknen aufgestellt.

 

Hinweis an Eltern:

Der Gesetzgeber hat bestimmt, dass Kinder ab dem 6. Lebensjahr  bei ihrem Zahnarzt eine Individualprophylaxe erhalten können. Diese Prophylaxemaßnahmen  beinhalten:

  • Sichtbarmachen von Belägen zur Kontrolle  und Verbesserung der häuslichen Mundhygiene.
  • Erklärung von Risikofaktoren zur Kariesentstehung
  • Erklärung und Demonstration von Zahnputztechnik und Hilfsmitteln
  • Fluoridierung der Zähne um sie wiederstandfähiger zu machen
  • Versiegelung der großen Backenzähne, um Karies in der Kaufläche zu verhindern.

Die Prophylaxemaßnahmen können und sollen jedes halbe Jahr in Anspruch genommen werden. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Fragen Sie ihren Zahnarzt nach diesen Leistungen!

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zuletzt geändert am 16.05.2018